Mein Sommer am Barumer See
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9. August

Wasser ist ein passives Element. Seine Eigenschaften, seine Erscheinung, seine zerstörerische Kraft  oder umschmeichelnde Zartheit: All das zieht es zum großen Teil aus Einflüssen von außen: Der Wind macht die Wellen, die Sonne verändert die Temperatur, sogar die Farbe hängt vom Himmel und vom Grund ab. Heute trudeln dabei auf der trüben grün-grauen Oberfläche strahlende Inseln aus Blau. Ein Sommerhimmel, der keiner ist, hat sich in den See gestürzt, gaukelt Weite vor und verliert sich im nächsten Wellenkamm doch wieder im Grau.
Der See ist mir fremd, ich fühle mich gerade so geduldet, eine von vielen, die sich nehmen, was sie brauchen, gerade so,  als hätten wir nicht schon schöne Stunden miteinander erlebt. Der See erinnert sich nicht. Er ist, was ich sehe, mehr nicht - nicht mehr.  Ein See. Am Ufer Spuren anderer Besucher, die nichts gesucht haben als sich selbst und einander.  Achtlos lassen sie zurück, was zu ihrem Treiben nötig war. Als ich gehe, sammle ich die Überreste auf und nehme sie mit, um sie zu entsorgen. Mir bleibt ein schaler Geschmack.
Ich sehne mich nach dem See, der sich mir vertraut öffnet, mich umfängt, dessen Kälte ich manchmal bezwingen muss, der mich dann aber doch zart liebkost und seine kleinen Wunder vor meinem staunenden Auge offenbart.
Vielleicht muss erst der Sommer vergehen, vielleicht müssen seine Wunden heilen von der Ausnutzung seiner Schönheit und seiner Freigiebigkeit durch Lärm, Schmutz, Achtlosigkeit.

10.8.12 01:19
 
Letzte Einträge: 25. April 2013, 5. Juni 2013, 5. Juni 2013


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